Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeit = kein Einkommen
Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen, denn wer seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, verliert damit die Möglichkeit, Einkommen im erlernten oder ausgeübten Beruf zu erzielen. Und das würde wohl fast jeden Menschen hart treffen. Für die meisten Menschen ist das regelmäßige Einkommen aus einer beruflichen Tätigkeit essenziell, denn damit erhalten sie ihren Lebensstandard aufrecht. Bei Berufsunfähigkeit fallen Einkommen oder Gehalt weg. Sind in diesem Fall keine finanziellen Rücklagen vorhanden, ist der gewohnte Lebensstandard oft nicht mehr zu halten.

 

 

Was ist Berufsunfähigkeit?
Von der privaten Versicherungswirtschaft in Deutschland ausgehend, gibt es beim Begriff Berufsunfähigkeit keine einheitliche Definition. Somit unterscheidet sich die Bestimmung des Begriffes Berufsunfähigkeit bei der privaten Krankenversicherung, in der Sozialversicherung sowie in der Lebensversicherung - teilweise sogar erheblich. Um festzustellen, ob eine Berufsunfähigkeit vorliegt, werden zumeist drei Punkte berücksichtigt: Ursachen, Auswirkungen, Prognose.

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt in der Regel dann eine Berufsunfähigkeitsrente aus, wenn die versicherte Person auf Grund einer Krankheit oder eines Unfalls zu mindestens 50 Prozent berufsunfähig ist. Wer also wegen eines Unfalles oder einer Krankheit nicht mehr arbeiten kann, hat mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung gut vorgesorgt. Automatisch zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung allerdings nicht: Zunächst muss durch einen Facharzt festgestellt werden, ob Berufsunfähigkeit vorliegt.

Versorgungslücke ausgleichen
Kann der Beruf nicht mehr ausgeübt werden, entstehen häufig existenzbedrohende Situationen, denn ohne das regelmäßige Einkommen durch den ausgeübten Beruf ist es für die meisten Menschen schwer, ihren Lebensstandard beizubehalten. Fehlen Einnahmen oder reichen sie nicht mehr aus, entsteht schnell eine Versorgungslücke. Unter Versorgungslücke wird üblicherweise die Differenz verstanden, zwischen dem monatlichen Nettoeinkommen (durch den ausgeübten Beruf) und den verbleibenden Einnahmen nach Eintritt der Berufsunfähigkeit (bspw. aus der gesetzlichen Rentenversicherung).

 

 

Versicherungsbedingungen sind entscheidend
Junge Menschen haben es leichter, einen passenden Vertrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung zu finden. Bei bestimmten Erkrankungen, aber auch mit zunehmendem Alter wird es schon schwieriger, die optimale Berufsunfähigkeitsversicherung zu finden. Im Ernstfall kommt es darauf an, dass der Versicherte schnell eine Rente erhält. Entscheidend beim Vertrag sind deshalb die Versicherungsbedingungen. Wer sich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entscheiden möchte, sollte daher im Vorfeld gut vergleichen.

Die meisten Versicherungsunternehmen verfügen über verschiedene Tarife. Das gilt auch bei der Berufsunfähigkeitsversicherung. Unterschieden werden muss der Umfang des gebotenen Versicherungsschutzes sowie die ergänzenden Bedingungen und Vereinbarungen. Abweichungen gibt es unter anderem beim festgelegten Grad der Berufsunfähigkeit. Auch Staffelregelungen sind möglich.

Vorsorge nach Maß
Das Risiko der Berufsunfähigkeit kann auf Wunsch im Rahmen der Riester-Rente abgesichert werden. Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, die Absicherung des Berufsunfähigkeitsrisikos im Rahmen der steuerlich geförderten betrieblichen Altersversorgung als Zusatzversicherung, aber auch als eigenständige Versicherung zu wählen. Für Selbstständige kann eine ergänzende Absicherung der Berufsunfähigkeit im Rahmen der Basisrente sinnvoll sein, auch in steuerlicher Hinsicht.

Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung können beispielsweise die Dread-Disease-Versicherung, die Grundfähigkeitsversicherung und die Erwerbsunfähigkeitsversicherung sein.

 

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