Vorsorge durch gesunde Lebensweise

Vorsorge durch gesunde Lebensweise

Gesund leben lohnt sich
Zu diesem Schluss kommt eine Langzeitstudie, die Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) leitet. Bei der Potsdamer EPIC**-Studie stellt sich heraus, dass eine gesunde Lebensweise das Risiko für chronische Erkrankungen um 78 Prozent senkt. Nicht erst seit gestern ist bekannt, dass der persönliche Lebensstil durchaus das Risiko für chronische Erkrankungen beeinflusst.

 

 

Die Studie bringt es an den Tag
Das Ziel der EPIC**-Studie war es, einzelne, aber auch kombinierte Wirkungen von Faktoren zu untersuchen, die den Lebensstil entscheidend beeinflussen. Hierbei ging es um das Körpergewicht in Abhängigkeit zur Körpergröße, den Status Raucher oder Nichtraucher, die Ernährungsweise und die Bewegungsaktivität. Die Wissenschaftler legten verschiedene Kriterien fest, nach denen die Studienteilnehmer bewertet wurden. Alle vier Kriterien, die für eine gesunde Lebensweise standen, wurden von neun Prozent der Studienteilnehmer erfüllt.

Das Risiko chronisch zu erkranken, kann jeder Mensch mit Vorsorge durch eine gesunde Lebensweise minimieren. Die Wissenschaftler stellten fest, dass Menschen, die niemals geraucht haben, nicht stark übergewichtig sind, sich gesund mit Obst, Gemüse und Vollkorn ernähren und dazu mehr als dreieinhalb Stunden pro Woche sportlich aktiv sind, im Vergleich zu Menschen, bei denen diese Merkmale nicht zutreffen, ein um 78 Prozent niedrigeres Risiko haben, chronisch zu erkranken.

Zu spät für eine gesunde Lebensweise?
Raucher, Couch-Potatos und Sportmuffel müssen jetzt allerdings nicht befürchten, ihre Lebensweise nicht mehr ändern zu können. Vorsorge durch gesunde Lebensweise kann in jedem Alter sinnvoll sein. So lohnt es sich auch mit 30, 40, 50, ja, auch mit 60 oder 70 Jahren durchaus noch, dem Nikotin Lebewohl zu sagen, das Übergewicht zu bekämpfen und sich sportlich aktiv zu betätigen.

In der Gruppe macht es mehr Spaß
Wer sich alleine schlecht motivieren kann, sollte sich am besten einer Gruppe anschließen. Oftmals gibt es im eigenen Wohnort bereits Treffen, zu denen wöchentlich oder monatlich eingeladen wird. Sei es zum gemeinsamen Kampf gegen die Kilos oder zu Trainingsstunden Taekwondo, Badminton oder Rückengymnastik. Durch das Gruppengefühl werden auch Einzelne schnell motiviert und gemeinsam macht Abnehmen oder Trainieren einfach mehr Spaß.

 

 

Kampf dem Nikotinteufel
Gerade langjährige Raucher können sich kaum noch vorstellen, von diesem Laster loszukommen. Die gute Nachricht: Es geht durchaus. Die schlechte: Es wird selten von heute auf morgen passieren. Sicherlich gibt es auch Raucher, die quasi über Nacht zum Nichtraucher werden, allerdings sind das wohl eher Ausnahmen. Wer sich von seiner Nikotinsucht befreien möchte, sollte sich zunächst gedanklich mit diesem Thema auseinandersetzen.

Jeder Mensch raucht zu anderen Gelegenheiten. Der eine raucht gerne zum Kaffee, der andere in Verbindung mit Alkohol und der nächste vor allem bei Langeweile. Sind die Situationen erst einmal analysiert, können sie geschickt umgangen werden. Das Kaffeeritual am Morgen wird geändert, Alkohol ist zunächst einmal radikal gestrichen, dazu gehören auch gesellige Abende, zumindest in der ersten schwierigen Phase. Gegen Langeweile helfen Bewegung und Sport. Ebenfalls hilfreich: Nikotinpflaster, Nikotinkaugummi, oder Nikotinlutschtabletten.

 

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